Eine Flasche in der einen Hand, das Handy in der anderen, die Schlüssel klappern in der Hosentasche. Nach vierzig Minuten: Die Schulter zieht, das Wasser ist aufgebraucht, und wir brechen den Lauf ab, obwohl es gerade gut lief.
Wir haben Laufgürtel probiert: Sie rutschen, und alle zwei Kilometer musst du sie wieder hochziehen. Wanderrucksäcke: Sie schaukeln, und der Rücken ist klatschnass. Westen großer Marken: Entweder saßen sie zu locker oder drückten an der falschen Stelle, geschnitten für einen Körperbau, der nicht unserer war. Und bei 120 € pro Stück wollten wir nicht ein drittes Mal danebengreifen.
Was wir suchten, passte in drei Zeilen: genug Wasser für zwei Stunden, Platz für Handy und Schlüssel und vor allem eine Weste, die so eng am Körper sitzt, dass man sie vergisst. Keine Ultratrail-Ausrüstung für 200 €. Einfach genau das, gut gemacht.
Irgendwann haben wir sie gefunden und aus einem einzigen Grund behalten: Nach zehn Minuten spürst du sie nicht mehr. Daraus wurde Sentia. Und die 2-Liter-Trinkblase ist mit dabei, denn eine Trinkweste ohne Trinkblase hat noch nie Sinn ergeben.